Wer sind die Opfer? PDF Drucken E-Mail

Der Einsatz von Streumunition wirft ganz ähnliche Probleme auf wie der Einsatz von Landminen: im Hinblick auf den unterschiedslosen Einsatz dieser Waffen (keine Unterscheidung zwischen Zivilisten und Kombattanten), auf die bleibende und dauerhafte Gefahr für die Zivilbevölkerung und auf einen unvertretbar hohen Anteil ziviler Opfer. Ihrer Funktion nach kontaminieren Streumunitionen große Gebiete und erzeugen dabei aufgrund der hohen Fehlerraten zahlreiche Blindgänger, die hoch explosiv sind.

Aktuelle Untersuchungen haben ermittelt, dass 98 Prozent der Opfer von Streumunitionen Zivilisten sind. In der Mehrzahl der Fälle sind die ärmeren Bevölkerungsschichten am stärksten betroffen. Darüber, wie viele Menschen insgesamt Streumunitionen zum Opfer gefallen sind, gibt es nur Schätzungen. Zwischen 1965 und 2006 liegt nach konservativen Schätzungen die Zahl der Opfer von Streumunition bei 55.000.

Besonders problematisch ist der Einsatz in unmittelbarer Nähe ziviler Wohngebiete und Siedlungen. Dies war bespielsweise der Fall in Laos, wo 20 Prozent der eingesetzten Streumunitionen nur einen Kilometer entfernt von zivilen Wohngebieten eingesetzt wurden. Regelmäßig werden in Konflikten zivile Siedlungen direkt mit Streumunitionen angegriffen, etwa in Kroatien, Serbien und Tschetschenien. In Afghanistan verzeichneten während des Kriegs 2001/02 sieben der zehn am dichtesten besiedelten Bevölkerungszentren zugleich die meisten Einsätze mit Streumunition.

Gravierend sind auch die Auswirkungen nach Beendigung von Konflikten: Rund 77 Prozent der Opfer von Streumunition sind Männer. Es handelt es sich häufig um Arbeitsunfälle mit Streumunitionsblindgängern, insbesondere in der Landwirtschaft.

Libaononopfer

Mohammed, 12 Jahre, wurde Opfer einer M-42 Streumunition im Libanon 

 

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